Wie ich einst schrieb, dann aber in einer meiner zahllosen “jetzt bin ich noch erwachsener als vorher”-Phase löschte, bin ich bei uns in der Schule in der Aula-Crew tätig.
Gegen Bares erledigen wir die technischen Arbeiten bei ersten Schultägen, Informationstagen, Maturfeiern, Trara und Theater.
Achja, das gute alte Theater. Daran sind wir im Moment. In einer Woche beginnen die Aufführungen. Wir sollten mittlerweile eigentlich die Vorbereitungen abgeschlossen haben und nur noch damit beschäftigt sein, Routine aufzubauen. Haben wir aber nicht und sind wir nicht. Tatsächlich stecken wir noch mitten im Sumpf.
Da es nicht unser erstes Theater ist, hatten wir natürlich schon sehr lange gewusst, dass es eine grosse Sache wird. Eine anstrengende Sache. Dass unsere Zusammenarbeit mit den Theater-Leuten nicht unbedingt eine Leichte sein würde. Dass man ziemlich sicher in Torschlusspanik geraten würde. Aber damals war das alles noch sooo weit weg gewesen, da denkt man doch nicht lange über solche Dinge nach…
Dann kam man der Sache langsam näher. Wir haben uns eine Rohversion des Theaters angesehen und erzürnten ob dem Gedanken, an dieser Produtkion gut und gern fünfzig Stunden unseres Lebens zu verschwenden.
Aber natürlich hatten wir keine Wahl. Da wir mehr Leute sind, als de facto nötig, begann ab den Vorbereitungen das Verhandeln, wer wie viel arbeiten muss, beziehungsweise, wer wie früh nach hause gehen darf.
Nun war eben der technische Durchlauf. Den hätten wir in wenigen Stunden durchlaufen sollen. Konjunktiv. Wir sind nach fünf Stunden etwa in der Hälfte, und haben herausgefunden, dass Anschiss eher einer Potenzfunktion denn einer Optimierungskurve ähnelt. Ich will da nicht mehr mitmachen müssen
Hoffentlich dauert es nicht mehr lange bis zum Stadium der Akzeptanz. Denn eigentlich müsste ich morgen für meine Geografieprüfung lernen, muss aber mehr oder weniger den ganzen Tag in diesen Hallen des Grauens herumhängen. Und diese Vorstellung macht mich fertig.
P.S. Wen interessieren schon die Bodenstrukturen Nordamerikas?